Mardersaison beginnt – Schutzmaßnahmen können sich auszahlen
Zu Marderbissen im Motorraum kommt es zwar rund ums Jahr, doch von April bis Juni sind die nachtaktiven Raubtiere besonders aggressiv. Nehmen sie dann in „ihrem“ Revier die Duftmarken von Konkurrenten wahr, zerbeißen sie unbarmherzig die markierten Leitungen. Die Folgen können gefährlich und kostspielig sein. Vor allem bei Elektroautos: Hat ein Marder ein Hochvoltkabel beschädigt, muss häufig der komplette Kabelsatz erneuert werden.
Die Zahl der kaskoversicherten Schadensfälle ist zuletzt nach Angaben des Versicherer Gesamtverbands deutlich gestiegen: 2024 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) wurden mehr als eine Viertelmillion Marderbissschäden reguliert, ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommt eine unbekannte Dunkelziffer unversicherter Fälle.
Zum Schutz empfiehlt es sich, regelmäßig den Motorraum auf Marderspuren zu checken. Dazu gehören Kot- oder Uringeruch, Bisskerben in Kabeln, Schläuchen oder Dämmstoff, Fellreste und Pfotenspuren. Gegebenenfalls sollte man den Motorraum sorgfältig reinigen und so vorhandene Duftmarken tilgen. Zudem halten feinmaschige Drahtgitter unter dem Motor Marder fern, Extra Ummantelungen können Kabel wappnen, und mit elektrischen Kontaktstellen lassen sich die Tiere bei Berührung mit ungefährlichen, aber unangenehmen Stromstößen vergrämen. Last, not least sollte man sich mit einer Teil- oder Vollkaskoversicherung vor den Kostenrisiken schützen.
